Familie und Hund

Hoppla, jetzt komm‘ ich!

Das kennen wir doch alle: In jeder, selbst in den allerbesten Familien wird mal gestritten. Dickköpfe prallen aufeinander, Erwartungen werden nicht erfüllt, und die berüchtigsten allerbesten Erwartungen entpuppen sich als familiärer Sprengstoff. Trotzdem oder genauer gesagt gerade deshalb hat sich die Familie als die engste soziale Keimzelle unserer Gesellschaft etabliert. Blut ist dicker als Wasser, weiß der Volksmund – weil in Familien viele Probleme mitunter auch kämpferisch ausgesprochen und ausgefochten werden. Hierbei entwickelt sich oft eine ausgewogene und verschworene Gemeinschaft – abgestimmt auf die verschiedenen Individuen. Aber wie soll in dieses Gebilde auch noch ein Hund hereinpassen, mitunter sogar ein Hund, der es liebt, im Vordergrund zu stehen?

Kann jeder Hund ein Familienhund werden?

Nun, darauf gibt es genau zwei Antworten, eine gute und eine etwas kompliziertere. Erst einmal die gute: Fast!! jeder Hund eignet sich grundsätzlich als Familienhund. Nur muss man sich, abhängig von Charakter und Rasse des Hundes, die Frage stellen, was genau man in der Familie vom Familienhund erwartet. Soll er das Haus und den Garten beschützen, Spielkamerad für die Kinder sein, vollwertiges Familienmitglied, ein Hund, der spürt, wenn es Probleme in der Familie gibt und seine Hilfe gefragt ist? Oder soll es ein Hund sein, der zuverlässig einfach gute Laune verbreitet?

Man merkt schnell – all diese Fragen können nur individuell beantwortet werden. Und dabei sind wir Ihnen in unserer Hundeschule natürlich gerne behilflich. Denn es geht um ein Ziel, das sich wirklich lohnt: Ein gut integrierter, vertrauender Familienhund ist nicht nur das perfekte Schmiermittel, falls der Familien-Motor mal ins Stottern gerät, sondern ein Begleiter, der jede Familie auf einzigartige Weise unterstützt.

Erziehung zum Familienhund ist die Königsdisziplin

Die Erziehung zum Familienhund gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben, die es im Bereich der Hundeausbildung gibt – eine Aufgabe, der wir uns gerne immer wieder stellen werden und der wir uns auch in der Vergangenheit erfolgreich gewidmet haben. Denn bei der Erziehung zum Familienhund spielt auch ein reichhaltiger Erfahrungsschatz eine große Rolle.

Ziel ist es, die perfekte Abstimmung des Individuums Hund mit den verschiedenen Individuen in der Familie zu finden. Dabei sind vorab Fragen zu klären, wer sich in der Familie am häufigsten mit dem Vierbeiner beschäftigt, wer wann Zeit hat, ob es sich im einen Stadthund handelt und, und, und…

Mensch und Hund in der Familie – auf das Individuum kommt es an

Dann geht es zur eigentlichen Erziehung. Hier steht zuerst einmal der oft rassebedingte Charakter des Hundes im Vordergrund. Ein Jagdhund wird schlussendlich immer seinen Instinkten nachgehen, wenn man ihn lässt – egal, welches Familienmitglied ihn nun begleitet. Ein Labrador ist stundenlang glücklich, wenn er apportieren darf (und kleine Kinder übrigens auch, wenn sie merken, wie zuverlässig der Hund immer wiederkehrt), und ein Schäferhund lernt mitunter sehr schnell, dass es eine befriedigende Aufgabe für ihn ist, jedes Familienmitglied, auch die Kleinsten, mit Argusaugen zu bewachen.

Fine-Tuning für die ganze Familie

Ziel der individuellen Erziehung zum Familienhund ist es also, den Hund perfekt in die Familie zu integrieren. Dieser Prozess kann – anlage- und wesensbedingt – Monate bis Jahre dauern. Aber keine Angst, das bedeutet noch lange nicht, dass Ihr Hund nicht von Anfang an friedlich und bereichernd im Kreise der Familie leben kann. Es dauert eben mitunter nur lange, bis er vollständiger Teil der Familie wird. Und mal ehrlich – fast das Gleiche ließe sich ja auch über jeden Menschen sagen, oder?

Die Erziehung zum Familienhund, am besten unter fachlicher Anleitung geführt, kann also schon Teil eines Lern- und Erlebnisprozesses für die ganze Familie sein.

Ein perfekt auf die Bedürfnisse der Familie (und natürlich auch des Hundes) abgestimmter Familienhund ist viel mehr als nur ein Haustier – nämlich ein wichtiger Teil der Familie, oft genug sogar das letzte Mosaik-Steinchen zum familiären Glück!

Sie möchten Ihre Familie um ein neues Mitglied bereichern? Gerne berate ich Sie vorab bei der Entscheidung, was für ein Hund es werden soll! Nur „schön“ reicht leider nicht aus als entscheidendes Kriterium bei der Auswahl der Rasse/des Hundes. Bitte informieren Sie sich ausreichend über rassenspezifische Eigenschaften – ihre Vor- und Nachteile – vor allem im Zusammenhang mit ihrem Alltag / ihrem Leben. Bitte sprechen Sie mich an!